Ioana D - translations added
- SEPTEMBERTAG
Komm und sieh! In der späten reichen Schwüle
eingesperrt zwischen den Mauern,
wer würde noch weilen?
Wie er noch war, bis zum anderen Sehkreis,
- WIDERHALL IN DER NACHT
Unbewegt, plötzlich die Tannen!
Die Säfte lassen sich in die Nacht nieder.
Aus dem Berg entweicht die Stille,
dort wo der Platz ihr zu eng war.
- SOMMER UM DIE BURG
Eine milde Wärme aus dem Feld
folgt mich beständig.
Ich Wandernte durch Stoppel,
Gelöstheit begegnet mir
- JAGDHORN
Unter einer Hainwimper
bersten die Wildschweine die Wiesen.
Das Horn ertönt, die Hunde bellen,
die Spelunken ertönen.
- WEG DURCH DEN FRIEDHOF
Wenn du an diesen Ort, abends
die Niemandswege durchquerst,
auf weißen und schwarzen Steinen,
der Reihe nach, legst du das Ohr hin.
- ECCE TEMPUS
Nur in den Bäumen die Jahresringe
weitern sich immer aus.
In meinem Körper nimmt die Zeit,
unter dem himmlischen umlauf,
- DAS EISENALTER
Herausgehen auf die Straße ist erlaubt,
doch nicht ohne sorgen wie früher.
Bei jedem Schritt, an jeder Ecke,
begegnet dir: die Zeit.
- EPITAPH
Wie schwer ist hier den Weg zu finden.
Es gibt niemand, der dich lotst.
Nur spät, nur einen Augenblick,
danach auch er vergessen,
- AUF VIELEN WEGE
Auf vielen Wege, auf vielen, versucht sich
der Gedanke zu dir. Oh, jenes Tagesende,
fiel über den eiligen Raufrost!
In meinem Garten die Blumen
- SCHLAFLOSIGKEIT
Von der Schwere des zu langen Tanzes
ist jetzt auch mein Augenlid schwer.
Der schwarze Überfluss des Traums
möchte mir gerne dienen.

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