JAGDHORN - Lucian Blaga

Unter einer Hainwimper
bersten die Wildschweine die Wiesen.
Das Horn ertönt, die Hunde bellen,
die Spelunken ertönen.
Komm auch du. Die Jagd
öffnet uns Wege auf dem Grind
zu den archaischen Quellen
und zum Silberzeitalter.

Wir werden den Geist,
die Burgen zurücklassen.
Und werden aus ihrem Lager
das Rotwild aufscheuchen.
Das Langschwanz-Eichhörnchen
springt wie eine Flamme.
Der Aufmarsch geht durch die Ebenen,
die Speere blinken.

Die Treiber Freudeschreiend,
zu die Teiche und den Felsen,
wo der Zwergkiefer sich
auf die Äste klettern sich ausdehnt.
In dem Elysium von Reif
die schwarzen Böcke sind sorglos,
sie heben nur die Köpfe,
wenn man vom Talboden brüllt.

Das Blut wird ihnen durch die Wälder
die Vorhängeschlosser öffnen.
Von den Stirnen der Hirsche, aus den Hörnern
sammeln wir die Schmucksachen.
Oben am Abschluss der Ballade,
Heillos verdurstet,
werden wir unseren Bögen nach den
Wolken spannen - durch den ewigen Wind.

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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