Ioana D - translations added



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  • DER RABE

    Weißes Feld. vom Ruß inkarniert steigt
    ein Rabe. Siehst ihn, mein Mädchen, Ana?
    Im Herbst verblasst hier die Geschichte,
    das Eichhörnchen sprang hervor, die Kastanie fiel.

  • IN DER NÄHE DER VORFAHREN

    Wenn man sich über die Steinplatten beugt
    hört man die Mistkäfer den Lehm der Eltern
    küssen, unsere in die Tiefe gefallenen Äste
    in den bitteren und kalten Gegenden.

  • ANNO DOMINI

    Die Nacht betrat die Burg ohne Zölle.
    Und es schneit unter den grauen Stunden wieder.
    Es schmachten auf der Kathedralen Dächer
    die mittelalterlichen Waldgeister.

  • AN DES SEHNSUCHT HÖFEN

    Durch unser Wachen - Leinensiebe -
    das Wetter siebt sich und ein weißes Pulver
    setzt sich auf die Schläfen. Immer noch
    flackern Herrlichkeiten, und wir warten.

  • HEIMAT

    Auf den Hügeln steigen Solare
    blaue Weinberge und Sonden auf.
    Flüsse bringen zu anderen Stämmen
    des blonden Speisen Ruhm.

  • LICHT AUS DEM LICHT

    Mitten der Frühe steht der nicht gejochter Stier.
    Er beherrscht ein anderes Feld.
    Er leuchtet wie eine frisch geschälte Kastanie.
    Durch seine Hörner kommt die Sonne ins Dorf.

  • AUS DER TIEFE

    Mutter, - das Nicht - das Große! Die Angst
    vor dem Großen erbebt
    Nacht für Nacht mein Garten.
    Mutter, du warst irgendwann mein Grab.

  • AN DER WASSERSCHEIDE

    Du bist Sommer, ich bin Sommer.
    Im begonnenen Sommer zum Ende hinzu
    auf die Kanten, beide an der Wasserscheide.
    Mit gehendem Gedanke - streichle die Erdenhaare.

  • DER ZUG DER TOTEN

    Wie lang und breit die Nacht ist
    hört man kein bellen mehr.
    Nur dort zwischen den Dornen
    bis zu den Nachbarsternen

  • MEDITERRANER ABEND

    Vermutete Blinkfeuer
    auf dem Meer geben Zeichen.
    Die Wespen schließen sich
    in Holzkristalle ein.