Ioana D - translations added



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  • Brief

    Wo die Krähen waren, strömten die Krähen.
    Ich kenne noch den Pfad, den beide eingeschlagen;
    Funken des Nachruhms in der der Sprache schwelen –
    Ein Baum wirft seine letzten Blätter abgeschlagen.

  • Der weiße Vogel

    Geheimnisvoller Vogel, weißer Vogel,
    Blitz durch die Nacht – kaum flackernd
    Von West nach Osten klackernd
    Geheimnisvoller Vogel, weißer Vogel.

  • De profundis

    Meine Ahnen aus sagenumwobenen Zeiten,
    Ihr mit bescheidene Bauernseelen
    Schlieft jahrhundertlang unter Tyrannen
    Wie in den schweren Grabesweiten.

  • Der Baum

    Groß und nachdenklich wie ein Idealist,
    Steht zwischen Himmel und der Erde,
    Ich bin gleich ihm im Welten großer Herde
    Aus dem die Quelle plätschert - Pietist.

  • April

    Große Seifenblasen fliegen durch die Gärten
    (Und der Kirschbaum in dem Himmel)
    Sind bereit, von Stielen sich erheben
    Hoch zu dem Frühlingshimmel...

  • Erinnerung

    Ich blieb ein Augenblick und lauschte:
    Was für ein Schaudern ist zu hören?
    Der Wind alleine draußen rauschte
    In nassen Ästen, sie zu stören.

  • Die Krähe

    Weißes Feld, so wie ein Lacken,
    In die Weite sich verbreitet...
    Auf den Mast des Telegrafen,
    Eine Krähe ihre Flügel breitet,

  • Modus

    Du löst dich mit den Fresken von der Wand
    Und folgst der Klänge hohem Kuppelbau.
    Bald bist du von den Mauern abgewandt,
    Geläutert durch den heißen Gnadentau.

  • Der Pfau

    Er krümmte orientalisch weich den Rücken,
    um Mais aus deiner Hand zu pichen.
    Den Leib durchbebte warm ein Schauerzug
    und blau, wie Fahnen Alkohols den Krug.

  • Klang

    Geteilte Klage laut, bald leiser spielen sie,
    der Dudelsack, die Flöte - am Wegrand, auf der Heide.
    Jedoch der Stein, der Beter, die Erde nackt im Leide
    und Wogen, leerem Himmel vermählte, Segens - wie?