AN EINSAMEN PAPPELN...- PE LÂNGĂ PLOPII FĂRĂ SOȚ... - Mihai Eminescu

An einsamen Pappeln ging ich
Doch viel zu oft vorbei;
Die Nachbarn alle kannten mich -
Nur dir war’s einerlei.

In deines Fensters vollen Strahl
Blickte ich oft im Stehen;
Die ganze Welt verstand mich mal –
Du konntst mich nicht verstehn.

Wie oft da harrend hoffte ich
Ein Flüstern von dir leicht!
Ein Tag des Lebens nur für mich,
Ein Tag hätte gereicht;

Nur eine Stunde Freund sein,
Um Liebende zu werden,
Zu hören deine Stimme fein
Die Stunde, und dann sterben.

Hättest ein’ Strahl aus deinem Blick
Mir dann gegeben gern,
Wäre am Himmel ewig schick
Entflammt ein neuer Stern;

Dann lebtest in Unendlichkeit
Reihen von vielen Leben,
Nach deinen Armen weit und breit
Würde der Himmel streben,

Ein Bildnis ewiglich geliebt
Wie’s war zu keiner Zeit
So wie es Feenmärchen gibt,
Der Ewigkeit geweiht.

Denn heidnisch liebte dich mein Blick
Voll Schmerz, mein nimmersatter,
Vererbt von Ahnen, Stück für Stück,
Vom Großvater zum Vater.

Doch heute kein Bedauern weht
Komm seltner ich vorbei,
Und dass dein Haupt sich traurig dreht
Mir nach, ist einerlei,

Denn heute gleichst du jeder Frau
An Haltung und an Tracht,
Auch wenn ich dir noch mal nachschau’
Mit toten Auges Macht.

Es wäre dir vielleicht gelungen
Hättest dem Zauber dich gestellt,
Die Nacht könntest du so entzünden
Als Liebesfackel dieser Welt.

Added by: Adina Speranta

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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