Ioana D - translations added
- ERBLASSEND
Ich bin der Einsame verlassener Plätze
Mit traurigem leuchten, blasse Lichter –
Messing ertönt in nächtlicher dichte
Ich bin der Einsame verlassener Plätze.
- IM GARTEN
Der Herbst knarrt in den müden Zweigen
Auf hölzerne Traufen, auf alten Zäunen,
Die Blätter sie fallen, düstere Zeichen,
Im schlafenden Garten voll schweigen.
- WINTERBILD
Beim Schlachthaus auf dem Felde schneit es
Und warmes Blut rinnt durch das Abflussrohr... und nippen;
Doch es ist spät… Weit weg die Schiffe laufen, –
Beim Schlachthaus auf dem Felde wird Nacht.
- SONETT
Die Nacht ist nass und schwer, man kann ja ertrinken
Im Nebel – müde, rot und ohne Ferne –
Die rauchenden Laternen traurig blinken
In einer feuchten schmutzigen Taverne.
- HERBSTDÄMMERUNG
Öde Herbstdämmerung, aus Lehm,
Der Wind auf Fluren weht bedenklich –
Weit weg die Pappeln wie aus Gummi
Neigen sich träge der Erde zu.
- GRAU
Ein Unglücksvogel schluchzte an dem Fenster,
Das Winterblei auf Welten lastet schwer;
"Höre die Raben" - sagt' ich es mir... und seufzte,
Und in der Ferne, bleiern schwer
- LACUSTRINE
Seit vielen Nächten höre ich es regnen,
Ich höre die Materie, die weint…
Ich bin alleine, die Gedanken fliegen
Zu den Pfahlbauten in dem See.
- ABENDDÄMMERUNG
Die Krähen ziehen – ach, " die Krähen"
Des Dichters Tradem –
In Dämmerstunden fließen
Auf das kleine Städtchen,
- DEKOR
Die weißen Bäume, die schwarzen Bäume
Im Park stehen kahl und allein:
Trauerdekor, Bestattungspein
Die weißen Bäume, die schwarzen Bäume.
- PASTELL
Im Todeskampf bläst
Der Herbst – aus allen Winkeln –
Vorbei fliegen die Vögel;
Sich verstecken.

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