Erinnerung - George Topîrceanu

Ich blieb ein Augenblick und lauschte:
Was für ein Schaudern ist zu hören?
Der Wind alleine draußen rauschte
In nassen Ästen, sie zu stören.

Und meine Schritte surrten leicht
Auf den Blättern meines Weges,
Lief zitternd durch die Nacht
Vor der Qual des Wartens.

Links der dunkle Wald,
Der Garten scheint bebartet,
Ein Haus seh‘ ich alsbald...
Wo die Geliebte wartet.

Daran erinnere mich jetzt,
Wenn wir uns Flüsternd ruften.
Weit weg ein Vogel schrie zuletzt
In Nacht die Blumen duften.

Es schien mir, als ich zuhörte, später,
Dass die großen Bäume mich Lehmen
Dass die bösen, unsichtbaren Gegner
Wollen sie mir aus den Armen nehmen,

Und krank dann hab‘ sie geküsst
Auf ihre großen Augen, jüngstes,
Und heimlich, als hätte ich gewusst
Dass mir passiert was Schlimmes...

In der Dämmerung trennten wir uns.
Die Hähne sangen ohne Erbarmen,
Und die Wolken aus dem Osten
Schwebten in roten Flammen.

Und jetzt bin ich alleine... dürr meine Kehle...
Meine Geliebte sie ist fort.
Die Sehnsucht brennt in meiner Seele,
Und meine Tage sind auch tot.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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