Prinzessin - Virgil Diaconu

Heute fiel mir die Prinzessin in die Arme.
Meine Gymnasiumprinzessin.

Heute vermenge ich mich mit dir.
Meine Hände sind deine Hände.
Meine Kindheit voller Kirschaugen
steckt dir Kirschen an den Ohren.

Wir leben in einer Kirschblüte, in einer Umarmung.

Ich bin ein empfindsamer Mensch:
deine Wunden tun mir weh,
wenn du frierst, zittere ich.

Ich bin ein empfindsamer Mensch:
du gibst mir Sauerstoff, wenn ich keine Luft kriege,
dein Nest ist in meinen Armen.

Herr, klopfe nicht an meine Tür, denn gerade jetzt
sie ist in meine Laken, durch das Einöd der Einsamkeit!
Weil wir gerade jetzt tun was wie wollen
in den frischen Laken des Morgens.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


see more poems written by: Virgil Diaconu



Share: