Der Apfel - Virgil Diaconu

Sie ist schüchtern. Mit den Knöpfen an der Bluse
schließt alle ihre Gefühle bis zum Hals hinauf;
alle Herzschläge.

Sie ist geschlossen wie eine Burg, nur manchmal
strecken die Brüste ihre Köpfe aus dem Fenster heraus
um frische Luft zu schnappen.

Nur manchmal strecken ihre Köpfe aus dem heraus…
Und soviel, um es uns zu zeigen,
dass wir nicht im Garten des Herrn allein sind.

Noch wenig und ich beiße in den roten Apfel des Tages.

Wer wird dann sagen, dass wir allein im Paradies sind?

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


see more poems written by: Virgil Diaconu



Share: