Das Haus - Virgil Diaconu

Das Haus in der ich liebte, ist leer.

Die Dinge, die übrig bleiben
sind im gestrigen Grab eingesperrt.

Im Sessel und Bett - das Spinnennetz der Einsamkeit.
Keine Seele spukt im Zimmer, kein Scheinbild!
Obwohl du hier für mich gelacht, geweint hast.
Da ist niemand. Obwohl diese Truhe voller Dunkelheit
öffnet plötzlich ihre Türen! Und die Rose,
bis jetzt in Purpur schlafend, sich in der Vase windet,
schüttelt die Schläfe von Strahlen.
Was könnte sonst sie mir noch sagen?

Sicher kann ich nicht länger hierbleiben.
werde die Rollläden zuziehen und die Tür schließen,
um des Hauses Wesen nicht meinen Fußstapfen folgen!
Damit das Haus, wo ich liebte, mich nicht verfolgt,
dieses Haus, das so dasteht, Kopfüber neigt sich
mich ansehend, wenn ich gehe, während mich entferne
und lasse sie mit ihren Trugbildern und Geistern allein,
in einer größeren Einsamkeit als die Welt ist.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


see more poems written by: Virgil Diaconu



Share: