Blau - Virgil Diaconu

Niemals war ich so blau.

Noch nie hat der Blizzard in mir so getobt wie jetzt,
wenn du mich aus Versehen berührst.
Wenn du mich versehentlich auf der Mansarde,
die wir mit den Holzglocken im Fenster teilen, berührst.
und die Tauben, die kamen, aus deiner Hand zu fressen.

Ich bin ein getrübter Mensch, siehst,
in letzter Zeit begann ich in die Kirche zu gehen
um dich aus meiner Seele herauszuholen, Teufelin!
um dich aus meiner Seele herauszuholen so, als ob man
einen Nerv aus der Umarmung herausreißen würde.

Nutzlos! Du wirst hierbleiben
und ich werde versuchen die Düsterkeit zu verjagen,
den Drachen, der unter unseren Füßen kroch.

Niemals war ich so blau.

Halt mich in den Armen! – wenn du willst,
wir werde jetzt gleich auf die andere Seite gehen...

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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