Aus Schiffbrüchen - Virgil Diaconu

Ich bin allein am Traurigkeitstisch der und schreibe dir
mit der ganzen Nacht in mir.

Was ich in der Nacht graben werde ist dein Gesicht,
Im Wind, den ich erspähe - wird deine Stimme sein.

Von Schiffbrüchen habe ich nicht zu wem ich
zurückkehren kann,
das Meer zog aus mir seine Phantasmen zurück.

Ich bin allein am Traurigkeitstisch der und schreibe dir
mit einem Herzen voller Finsternis.

Und wie ich dir diesen Brief schreibe,
die Nacht strömt in den Raum, überflutet die Wände.
Und wie überfällt die Hände überflutet die Wände,
Ich kann nicht mehr die Finsternis aus dem Haus jagen,
so, als würde jemand seinem Tod begegnen,
Von Angesicht zu Angesicht mit sich selbst, geblieben...

Ja, Finsternis ist die Tinte, mit der ich dir
diesen Liebesbrief schreibe.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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