Beleidigung - Tudor Arghezi

Den Granit nicht schätzend, o du Jungfrau!
Aus dem ich es für dich hätte geschnitzt,
Ich suchte in rumänischem Lehm das du besitzt
Dein schlanker Körper, Augen hellgrau.
Ich nahm wilde Erde aus dem Wald
Ich knetete mit Töpferhand wie in einem Lied,
Mal einen Teil, mal jedes Glied,
Deinem kleinen, leichten Wesen also bald.

Glasierte deine Augen, nahm blaue
Tinte und verband,
Gerade die Augenlider, tiefe Rosenblätter,
Für Augenbrauen dünne Fadenblätter
Von rohem Gras, das das Licht durchdrang.
Nahm al Modell den Henkel eines Kruges
Und wenn es für die Brüste und Hüften spät ist
Meine Hand die brennt und ich bin schuldig
Dass ich die Statue im Gürtel trug es.

Und da ich wollte, dass sie fühlt und geht
Und beuge sich zu meiner Brust,
Von süßer Qual, die Gott gegeben hat,
Durch mich hindurchgegangen ist und dich erfüllt.
Teure Frau und du sanfte Versuchung!
Last jetzt, wenn, lebend, dich verlor,
Warum bist du dann nur aus Ton, nicht wie zuvor
Und lassest keinen Ton für Töpfe zur Verfügung?

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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