Das Lied des Herbstes - Ștefan Petică

Laute Festlichkeit
Wie auf dem Jahrmarkt;
Helle Fröhlichkeit
In blasses Gold getaucht.

Auf dem Azurblau Gipfel
Die hell leuchtende Sonne
Sieht aus wie ein Zipfel
Schlechtes Melodram.

Der trunkene Menschenhaufen
Von Staub, Sonne und Glanz
Gebärt mit ihren Schnaufen
Einen verrückten Tanz.

Diese Orgie verzaubert
Von Tuten und von Zimbeln,
Von Schafen und träumet
Von Jubelhörnern;

Eine seltsame Musik,
Was für eine hämische Göre
Hebt sich der Mystik
Der Herrlichen Chöre.

Die Menge ist erleuchtet
Und lacht und schreit und flucht.
Der Hanswurst löst sich
Von der Menge und such

Seltsam mit Mut
Mit Grinsen auf den Lippen
In dieser grauen Armut
Immer ein neues Wimmern.

In seinen Augen brennen
Schmerzen die wachsen lang.
Er möchte weinen; aber die Schande
Der Menschen machen ihn Bang.

Wie grausam und durchnässt
Von Witzen, Spiel, Vergnügen.
Der traurige Hanswurst
Sieht zu als hätte Schmerzen.

Nur eine Träne fällt
Langsam und er erschreckt
Und stolz erhebt
Er trotzig seinen Blick

Zum Himmel, sein Verstand
Stolz geht durch die warmen
Strahlen der Sonne die da stand
Mit verschränkten Armen.

Lächelnd er von oben,
Als Sklave seines Schmerzes,
Ohne zu betteln
Almosen ihres Herzes.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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