Melancholie - Lucian Blaga

Ein seichter Wind wischt seine kalten Tränen
an den Fenstern ab.
Es regnet.
Vager Gram kommen mir, doch all der Schmerz,
den ich verspüre, nicht verspüre in mir,
im Herzen,
in der Brust,
sondern in Regentropfen die herunterfallen.
Auf mein Sein die große Welt veredelt sich
mit ihrem Herbst und mit ihrem Abend,
wie eine Wunde schmerzten mich.
Mit vollen Eutern ziehen zum Berg die Wolken.
Und es regnet.

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


see more poems written by: Lucian Blaga



Share: