JOHANNES ZERFETZT SICH IN DER WÜSTE - Lucian Blaga

Wo bist du, Elohim?
Die Welt aus deinen Händen ist
wie Noahs Taube weggeflogen.
Du wartest vielleicht auch heute noch auf sie.
Wo bist du, Elohim?
Wir wandern verstört und ohne Willen,
unter den Elementen der Nacht
belauern wir dich,
wir küssen den Stern unter deine Fersen
und fragten nach dir - Elohim!
Wir halten den schlaflosen Wind an
und prüfen dich mit den Nüstern,
Elohim!
Wir halten in Räume fremde Tiere an
und fragten sie nach dir, Elohim!
Wir schauen uns bis an allen Grenzen an,
wir, die Heiligen, wir die Gewässer,
wir die Räuber, wir die Steine,
den Rückweg kennen wir jedoch nicht,
Elohim, Elohim!

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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