Epilog - Ion Minulescu

Was für ein triumphaler wiederfinden nach fast
Einem Vierteljahrhundert!...
Erinnerst dich noch, an den Epigonen Argonauten
fragmentiert deine Unermesslichkeit fragmentierte
In einem Heft mit lahmen Versen
Und entweihte dein klassischer Dreizack
Mit einfachen Bleistiftspuren?

Dieselbe kalte Umarmung von Blau, Lila und Grün,
Dieselbe stumme Frage „warum“, „wo“ und „seit wann“,
Derselbe unnötige Lauf auf dem verwirkten Horizont
In Zirkumflexe Leere, wo die Sirenen zu singen beginnen.

Ich wiederfinde dich als gleiches Meer
Mit jener gleichen tragischen Geschichte,
Mit denselben vagabundierenden Winden,
Mit demselben Vagabunden Winde,
Mit demselben Totenmondkopf
Und mit derselben Stimme, die mich ruft, -
Obwohl er mir verschweigt, wer ist:
"Die Schiffe kommen, komm sie sehen,
Wie in den Hafen sie ankommen."

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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