Die Stunden zählen - Ion Heliade-Rădulescu

Zwölf! Leb wohl, oh Jahr! und du bist vorbei!
Kommst nicht mehr, wie der Schatten, den ich beweine!
Lebewohl! In deiner Hoffnung bin ich noch frei.
Viele vornehmliche Erinnerungen sammle ich meine.

Ich weinte, Frieden fand, ich freute mich, ich stöhnte,
Hass, Liebe in dir, Freundschaft und Feindschaft...
Ah! meinen Engel verlor, wie dich und mich versöhnte!
Du brachtest mir, soviel wie Jahr‘ mir nicht gebracht.

Jetzt gehst! Lebewohl! Du hast mit dir getragen
Die Last, die mich dahintreibt, wohin du gehst.
Ah! Wie viele Reihen ziehen auf meiner Stirn!!!

Meine Taten sind in dir als Wahrzeichen geblieben,
Behütest sie, in deiner Brust sind kein Gespenst.
Gut sind sie oder mehr Schlecht in meinem Hirn?!

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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