Das Morgenlied - Ion Heliade-Rădulescu

Das Morgenlied
Von unschuldigen Lippen
Wem sonst ist es zu verdanken,
Mächtiger Vater,
Als es dir zu geben?

Du bist Herr über alles,
Du bist der allgeliebte Vater;
Deine mächtige Stärke
Hält das ganze Wesen,
Er hält uns auch.

Im Herzen aller Menschen
Du Redlichkeit gepflanztes,
Die Einheit und Vertrautheit,
Du all liebstes Gewissen,
Was gut hast uns gegeben.

Auf diese heilig‘ Gärten
Sättigender Regen
Voll Wahrheit und voll Frieden,
Soll Wachsen, Früchte tragen,
Sollen wir freudestrahlen.

Gebieter aller Welten,
Verherrlicht hast die Menschen,
Heilige Gesetze gabst ihnen
Die halten diese Samen;
Verherrliche auch uns!

Und diese zu ehrlichen Gesetze
Jedes Volk tritt sie mit Füssen,
Oder die, die sie nicht kennen,
Es fällt, Ruinen bleiben,
Es bleibt gar unbekannt.

Aus Herrlichkeit der Ahnen
Wenn wir gefallen sind, richtet er uns auf;
Wenn wir die Einigkeit vergessen
Die uns verstärkt in allem,
Vereinige uns jetzt.

Zu wissen, dass wir Gesetztreu sind,
Zu wissen was, und wer wir sind,
Und so man nicht vergesse
Eine verehrte Menschheit
Das was wir waren und was wir werden sein.

Wir alle, Dir alleine
Wir singen neue Lieder;
In Flamme unser Bund
Wir wenden uns an Dir;
Bitte begleite uns.

Erleuchtet unser Ingenium
Um Dich besser zu kennen,
Zu wissen, dass du bist unser Vater,
Lass uns Dich besser singen
Und so lass uns versöhnen.

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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