DER BEWEGLICHER HÜGEL - Ioan Flora

Ich wandernte morgens durch den Wald
und die Luft knarrte
wie Schnee im Februar
unter meinen Schritten.
Es umringte mich ein unerklärter Atem,
ein Gewebeaufriss, ein Ächzen, ein dichter Nebel;
Es war, als ob man plötzlich aus der Welt
abstürzen würde,
als ob man sich an die Eiswände
des weißen Wals anlehnen würde,
an den Schatten des riesigen Kürbisses,
aus einem Sandberg erhoben.
Und, dann plötzlich wurde hell und vor dir
erschien eine Wiese und in der Mitte ein Ahorn
und mitten im Ahorn eine weiße Eule,
und oben auf ihr der blaue Himmel.
Die Eule hatte spitze Ohren, rote Augen und
Augenlider
und rote Träume.
So wie sie versteinert dastand,
breitete um sich herum
wie eine weiche und klebrige Nacht,
wie Lichtflecken.
Wenn sie flog,
berührte nicht die Luft und kaute nicht die roten
Strahlen des Mondes.
Ich starrte sie wirr an und wartete, dass sie belle, das sie grunzen,
oder zumindest soll sie sprechen.
Ich erwartete, dass sie unsicher wird, irgendwie,
ihre Zunge zeigen, den Stab und ihren purpurroten
Mantel; sich sofort in einen Wolf zu verwandeln,
in fließendem Wasser.
Jedoch sie stand regungslos auf der Spitze
des blauen Himmels,
weder lebendig noch tot,
und dann begann der Wald sich zu verrücken
wie ein einfacher beweglicher Hügel.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


see more poems written by: Ioan Flora



Share: