STREUNENDE HUNDE - Gellu Dorian

Wenn wir uns über alles was passiert aufregen würden,
auf wem wir wären
eigentlich wütend, wen würden wir für diese auf der Haut
der Seele erschienene Wunde anklagen
die wie eine Art Blatt Indigopapier scheint
in das die Wörter derer die nicht anders können bedeckt werden,
die die nicht anders können
als das gleiche Wörtchen ständig zu wiederholen,
dass sie schon von der Geburt an kennen,
aber es ist nicht gerade so,
wenn wir die Haut vom trocknen herunternehmen
über die ich schon sprach,
die Seele bleibt wie ein Baby in den Armen der Ahme nackt
das wer weint, weil sie es nicht sieht, weil dann
wen die Seele nackt bleibt man sieht nur noch die Hülle
solange es hiergelassen wurde
in der Welt, die nicht erfuhr, wie sein Antlitz aussah,
aber wir sind nicht böse,
wir sterben nur und fühlen nichts,
vielleicht sehen wir nur ein Licht das aus uns entflieht,
und wandert und verirrt sich nicht
so wie wir auf der Erde irrten,
schwindlig, über alles und jedem verärgert
die nicht wusste, wen sie fragen sollten,
wohin sollen sie schreiten, und dann wen sie erfahren
dieses Licht flieht ihnen aus den Augen
und verlässt sie wie leere Konservendosen
an der Müllgrube,
weilend für kurze Zeit in den Nasenlöchern
streunender Hunde,
die wissen auf wem sie verärgert sein sollen
und auch warum.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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