DIE FRAU, IN DER ICH BISHER VERSTECKT WAR - Gellu Dorian

Ja, es ist viel zu viel, um zu sehn gleich wie bis jetzt,
soll ich wünschen sowie bis jetzt,
soll ich sogar begehren, ich werde
über mich die Haut wie das letzte Kleid werfen
unter der blind vor Entzücken herauskrieche,

es ist, natürlich, viel zu viel, um meine Augen zu
auf die Haut der Frauen auf dem Sand zu trocknen getan
zu werfen
die zwischen den Fingern eines Mannes zerrinnt
die mir nicht mehr ähnelt, obwohl ich es bin,
obwohl es auf den gleichen Namen hört
und träumt viel mehr
und erfüllt viel weniger,
der ohne ein bestimmtes Ziel reiset,
er meidet nichts, während alle ihn vermeidet,
und er glaubt, dass er nur so gesehen werden kann
und auf dem Bild das ich ausstelle überall wiedererkannt
wo er denkt, es wäre keine Kleinigkeit
jemand Interesse an dieser fremden Person zu haben
der morgen anders Jemanden ähneln wird
über den niemand etwas wissen wird,

aber auch so ist nicht genug,
wenn ich fühle, wie tausend Augen auf mich fallen
von Körpern, die nicht eben sehen kann
als damals, wenn es ausreichte, eine zu erfinden
und mit ihm endlose Nächte zu schlafen
in Häuser, die erst nach meinem Aufbruch entstanden
und öffneten ihre Fenster, durch die ich
glücklich wie der süße Liliengeruch
aus einem Garten, in dem ich bis morgens schlief, herauskam,

und dann,
du bleibst neben mir und erfindest mich, wie du es besser kannst,
die Frau in der ich bis jetzt versteckt war,
kristallin in einem blinden Auge
das anfängt zu sehen.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


see more poems written by: Gellu Dorian



Share: