Gebrochene Vernunft - Alexandru Macedonski

I.

Wie das brausende Meer ist mein Kummer;
Unermesslich tief hält das Meer in Schlummer,
Und nie ist ein Auge in seiner Tiefe eingedrungen!
Kaum, durch den Sturm, aus vollen Wolken
Ein blasser Lichtblitz schien sie gemolken...
Doch der Blitz war flüchtig vorgedrungen!

Das Schiff der Hoffnung, beladen mit den Segeln,
Hat eine breite Furche gezogen ohne Regeln,
Ein Weg, der in der strahlenden Sonne glänzt!
Falsche Illusionen kamen wie Samen ihnen vor;
Ich dachte, es wird kommen, aber ich blieb davor:
Es hat sich an andere Orte geschlichen und umkränzt!

II.

Für immer getroffen vom Schicksal, vom Sturm gesucht,
Ein Fels im Willen des Meeres bricht und hallt wider:
Das lange Echo erbebt mit tiefer Klage!
Ah! Mein Herz ist ein Fels im Sturm ohne Frage
Auf welcher Not auf des Lebens Gerippe
Und weint auf der zerbrochenen Klippe!

An dem Gipfel der noch steht wie ein Nest,
Klammere mich wie ein Ertrinkender fest
Und richteten meine Augen auf den Horizont,
Mal sehen, ob es noch Welle gibt...
Vergebens war mein oft getäuschter Blick,
Laufend auf der armen Flut und erschrick.

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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